Acrylbilder malen

Acrylbilder zu malen, haben sich manche Anfänger vielleicht leichter vorgestellt. Hat man die ersten Übungen hinter sich, möchte man ein gutes und vernünftiges Werk schaffen. Aber spätestens die Farbverläufe können es dem Laien recht schwer machen. Man muss sich vorab mit dem Thema Farbverlauf beschäftigen und ihn gezielt umsetzen.

Wie aber malt man nun den Farbverlauf mit Acrylfarben? Diese Frage ist leicht zu beantworten und wir wollen dies gerne tun. Ein großes Problem beim Farbverlauf ist die viel zu schnell trocknende Farbe. Man muss also auf jeden Fall schon einmal etwas zügiger arbeiten, damit das Bild auch den Farbverlauf erhält, den man sich wünscht.

Am besten ist es, man nutzt den Farbverlauf so, dass man mit einer Farbe ins Transparente malt. Man braucht einen breiten Pinsel und befeuchtet ihn mit Wasser. Nun bemalt man nur mit dem Wasser die Leinwand oder die Pappe.

So kann man dafür sorgen, dass die Farbe nicht ganz so schnell austrocknet. Genauer gesagt, gewinnt man je nach Wasser auf der Fläche sogar zwischen 10 und 30 Minuten an Zeit, bis die Farbe austrocknet. Man gewinnt enorm an Zeit! Nun kann man die Farbe wählen und sieauftragen. Dabei arbeitet man aber nicht zu breit und auch nicht zu schmal. Keine Sorge, als Laie ist es noch etwas schwerer Acrylbilder malen zu können, aber dafür lernt man ja. Mit der Zeit wird der perfekte Farbverlauf auch gelingen!

Man selbst muss herausfinden, wie dick oder dünn man für den gewünschten Farbverlauf malen muss. Umso öfter man dies tut, umso besser wird es gelingen. Nun denn, ist die Farbe aufgetragen, spült man den Pinsel mit Wasser aus und wischt ihn an einem Tuch trocken.

Ist dies geschehen, widmet man sich wieder dem Bild, man zieht den Pinsel nun flach, so flach es geht, über den Rand der Farbe.

Dabei darf man ein klein wenig Druck ausüben. Das Ganze überholt man nun etwas überlappend bis zu drei Mal. Das war es dann schon fast.

 

Als kleine Anmerkung sei gesagt, dass man in der Aquarellmalerei oft auf verschiedene Begriffe stößt. Wenn man Acrylbilder malen möchte, die einen Farbverlauf aufweisen, wird man auch oft auf das Wort Lavieren stoßen, was nichts anderes als verwaschen heißt. Und wenn man es ganz genau nimmt, tut man genau dieses. Noch einmal zurück, da die Arbeit nicht beendet war. Nun spült man den Pinsel wieder aus und zieht nun in der schon blasser gewordenen Farbe noch einmal nach, dieses Mal zwei Mal.

Der Vorgang wird so lange wiederholt, bis die Farbe vollständig transparent verläuft. Es gehört etwas Arbeit dazu, denn wie gesagt, gewinnt man zwar Zeit, aber es scheint so, als ob die Acrylfarbe immer noch zu schnell trocknet und man die Arbeit nicht erledigt bekommt. Hat man die Zeit im Auge, wird man aber recht fix arbeiten können Hat man diesen Vorgang beendet, ist man leider immer noch nicht ganz fertig. Aber es fehlt nicht mehr ganz so viel. Man nimmt  nun einen recht großen Flachpinsel zur Hand, arbeitet wieder mit etwas Druck und vertreibt die Pinselstriche, die auf dem Werk noch verblieben sind. Dann erst ist das Werk des Farbverlaufs wirklich geglückt!

Es gibt übrigens  noch einen Tipp, um mehr Zeit schinden zu können.

Sobald man merkt, dass man Flecken auf der Leinwand bekommt, die eben durch das Antrocknen geschehen, sollte man die Stellen ganz schnell nachwässern. Nun aber nicht gleich viel Wasser auf die Leinwand spritzen, sondern wieder einen Pinsel zur Hilfe nehmen, diesen in Wasser tauchen und damit über die entstandenen Flecken gehen. So hat man wieder etwas Zeit gewonnen, man darf nur nicht vergessen, auch darauf zu achten.

Nun kann es ja auch zu einem schlechten Farbverlauf kommen, wenn man ein Acrylbild malen möchte. Damit man die Leinwand nicht gleich in den Müll werfen muss, kommt hier noch ein Tipp. Man nimmt einfach viel Wasser und eine kleine Bürste und entfernt so den Farbverlauf wieder. Das spart auf jeden Fall auf Dauer bei Laien den Untergrund. Man muss auch nicht verzweifeln, wenn der Untergrund mit der Zeit nicht mehr ganz die normale Farbe aufweist. Für das Üben reichte es alle Male!

Beherrscht man diese Methode, wenn man ein Acrylbild malen möchte, kann man dann auch noch mit zwei Farbverläufen üben. Man wird sehen, es wird wirklich jedes Mal leichter und wenn man dann den Farbverlauf mit zwei Farben beherrscht, kann man ihn auch noch mit mehreren Farbtönen erschaffen.

Man muss nur immer an das Vornässen der Leinwand denken, an die gewisse Schnelligkeit, an das Nachwässern bei Flecken und an die gute Pinselführung. Der Rest kommt von ganz alleine und schon bald hat man eine neue Technik erlernt, die aber bei vielen Bildern von großer Wichtigkeit ist.

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